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Marianne von Werefkin - Kunst via Gemälde

Marianne von Werefkin besaß zwei Beinamen in den Kunstkreisen, in denen sie aktiv war. Beide kennzeichenen ihre wichtigen Phasen sehr gut. Zunächst wurde ihre Gemälde in einer idealistischen und realistischen Phase ab 1880 bekannt und sie erwarb den Beinamen „russischer Rembrandt“. Dabei schulte sie sich in dem klassischen Stil, um nachher mit ihm zu brechen. Später, ab 1907, widmete sie sich expressionistischen Bildern und bekam den Beinamen „die Französin“ aufgrund der bedeutsamen Frankreichreise, die sie im selben Zeitraum unternahm.


 

Heute ist Marianne von Werefkin besonders wegen ihrer Nähe zur Künstlerbewegung Blauer Reiter bekannt und für den Kunstpreis, der ihren Namen trägt und alle zwei Jahre vergeben wird.


Marianne von Werefkin wurde 1860 im russischen Tula in ein russisches Adelsgeschlecht hineingeboren. Dies hatte gleich mehrere Vorteile für sie, und setzte einige Voraussetzungen für ihren späteren Erfolg. Zum einen genoss sie schon früh eine hervorragende Ausbildung, zum anderen lernte sie auch bedeutende Persönlichkeiten aus dem Bereich der Kunst lernen. 1881 wird sie die Privatschülerin von Ilja Repin, zehn Jahre später lernt sie Alexej Jawlensky kennen, den sie bereits zu dem Zeitpunkt zu fördern beginnt, wobei sie ihre eigene Karriere für zehn Jahre unterbricht. Das schwierige Verhältnis, das sich zwischen ihnen entwickelt bezeichnet die Künstlerin später als Drama. Das Dienstmädchen Helene Nesnakomowa bringt 1902 Jawlenskys Sohn Andrej zur Welt. Die Ménage à Trois hält 20 weitere Jahre. In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts reist sie mit Jawlensky oft nach Paris, um die neuen Kunstrichtungen zu studieren.


Die expressionistische Phase von Marianne von Werefkin

Ab 1906 nimmt sie ihre künstlerische Tätigkeit auf, ihre Bilder sind stark vom französischen Einfluss geprägt. Es entstehen expressionistische Kunstbilder. 1909 gründet Marianne von Werefkin dieNeue Künstlervereinigung München (NKVM). Die Idee ist entstanden als sie ein Jahr zuvor mit Jawlensky, Kandinsky und Gabriele Münter gemeinsam in Murnau am Staffelsee moderne Gemälde schufen. Die Bewegung sollte die neuen Kunstbilder in der Welt bekannt machen. 1911 ging aus ihr der Blaue Reiter hervor.


Dann häufen sich einige Schicksalsschläge. Nach der Oktoberrevolution 1917 verliert Werefkin ihr Vermögen und sie verarmt. Ein weiterer Schlag ist, dass sich Jawlensky von ihr trennt und mit Helene und Andrej in Wiesbaden zusammenzieht. Werefkins Schaffen war hier aber noch nicht zu Ende. In Ascona wird sie 1922 Mitbegründerin des dortigen Museo Communale. Zwei Jahre später gründet sie die Künstlergruppe Der große Bär.



 

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