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Flockes zweites Geschwisterkind ist ebnfalls tot

Die echten Bären Bereits am Freitag ist das zweite Zwillingsbärchen im Nürnberger Zoo verstorben. Auf der Überwachungskamera war am Vormittag ein Kräfteabbau des jungen  Eisbären zu beobachten. Kurz darauf zeigte sich Vera, die Mutter,  sehr aufgeregt und verließ schnaubend ihre Höhle. Das Eisbärenkind wurde tot im Stroh gesichtet.

"Die Ursache für das schnelle Dahinsiechen ist nicht bekannt", teilte Tiergartendirektor Dag Encke in einer Pressemitteilung mit, "ich bedaure den negativen Verlauf der zweiten Aufzucht der mit sechs Jahren noch jungen Mutter sehr."

Die Zwillinge waren am 21.November geboren worden. Eines der kleinen Eisbären ist bereits am Montag gestorben. Auch hier ist die Todesursache unklar. Man hofft nun darauf, dass Vera ihre toten Jungen nicht auffrisst, um die Kadaver untersuchen zu können. Ein derartiges Verhalten der Mutter wäre allerdings nicht ungewöhnlich.

Vilma, eine weitere Eisbärendame, hatte im Dezember 2007 ebenfalls Nachwuchs bekommen. Die vermutlich zwei Jungtiere waren allerdings wenige Tage danach nicht mehr auffindbar. Der Tiergarten vermutet, dass sie gestorben und von ihrer Mutter aufgefressen worden sind. Vilma lebt mittlerweile im Zoo Rostock.

Flockes zweites Geschwisterkind ist ebnfalls tot

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  1. PetraPetra schreibt am 27.12.2008 14:11

    Eisbären starben an einer Kokzidiose
     
     
    Die Untersuchung der beiden Eisbär-Jungtiere, die am 8. und 12. Dezember 2008 im Tiergarten Nürnberg gestorben sind, durch die Pathologen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat ergeben, dass beide Jungtiere einer Kokzidiose zum Opfer gefallen sind.



    Kokzidien sind parasitäre Einzeller, die sich vornehmlich im Magen-Darm-Trakt ihrer Wirtstiere ansiedeln und dort im Zuge ihrer Vermehrung die Darmschleimhaut schädigen und zerstören. Die Folge sind Durchfälle und eine gehinderte Resorption von Nahrung durch die Darmschleimhaut.



    Der Krankheitsverlauf einer Kokzidiose erklärt auch die Beobachtungen bei den kleinen Eisbären. Die Jungtiere wurden gut genährt, hatten einen regelmäßig gefüllten Magen und dadurch keinen Hunger. Da aber die Nahrung nicht mehr resorbiert werden konnte, wurden die Tiere schnell schwächer und konnten im Endstadium auch keine Nahrung mehr aufnehmen. Deshalb waren Magen und Darm zum Zeitpunkt des Todes fast vollständig entleert. Da die Tiere aufgrund des gefüllten Magens satt waren und wahrscheinlich über Tage hinweg vom eigenen Körperfett zehrten, konnte die Erkrankung nicht erkannt werden.



    Wie es zum Kokzidienbefall der Jungtiere kam, lässt sich wahrscheinlich nicht mehr nachvollziehen. Bisher konnten weder bei Vera noch bei Flocke Kokzidien im Kot nachgewiesen werden. Kokzidien sind normalerweise sehr wirtsspezifisch. Deshalb bleibt es naheliegend, dass Vera die Überträgerin war, auch wenn bei ihr bislang keine Kokzidien nachgewiesen werden können.