Bärenstark: Erster kleiner Eisbär in der Wilhelma!
Feb 28
Ein lang gehegter Traum der Wilhelma wurde wahr: Ein junger Eisbär wächst bei seiner Mutter auf! Bei der Geburt am 10. Dezember vergangenen Jahres war „Wilbär“ blind, taub, fast nackt und kaum größer als ein Meerschweinchen. Wie in der Natur gab es wochenlang nichts anderes als schützendes Dämmerlicht und von Mutter „Corinna“ Wärme, Milch und beruhigendes Gebrummel. Nur ein Kameraauge wachte über die kleine Eisbärenfamilie – selbst die Pfleger blieben außer vor. Und um „Corinna“ jeglichen Trubel zu ersparen, durfte niemand von dem Bärchen wissen – Mutter Eisbär sollte sich jederzeit sicher fühlen in ihrer Wurfbox.
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Jeder Tag ungestörter Mutter-Kind-Bindung ließ die Hoffnung wachsen, es könnte diesmal gut gehen, das kräftige Quäken des Kleinen war jedenfalls ein gutes Zeichen für seine Fitness. Erst nach Wochen ließen sich die Pfleger bei „Corinna“ wieder blicken und erfüllten ihre Wünsche bezüglich Verpflegung und Kehrwoche – zu dem Zeitpunkt trug „Wilbär“ bereits ein flauschiges Babyfell und robbte fleißig in der Wurfbox herum. Mutter dient nun nebenbei auch noch als Klettergerüst – all das trainiert die Muskeln für das Verlassen der Wurfbox. |
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Da Eisbären in den ersten Monaten nicht kaltwassertauglich sind und es auf der Eisbärenanlage der Wilhelma kein Kinderplanschbecken gibt, gilt es, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Um den Besuchern aber trotzdem einen Blick auf „Corinna“ und „Wilbär“ zu ermöglichen, ist im Haus der Biber und Otter ein Monitor montiert, der Bilder aus der Wurfbox liefert. Dass „Wilbär“ ein Junge ist, wissen die Verantwortlichen in der Wilhelma übrigens erst seit dem ersten Impftermin des kleinen Eisbären, dessen Name eine Kombination aus Wilhelma und Eisbär ist und zudem noch einen kleinen Hinweis auf den Altdirektor Wilbert Neugebauer enthält, zu dessen aktiver Zeit die Bärenanlage geplant wurde. Weitere Informationen können ab Freitag, den 29.02. über die homepage www.wilhelma.de abgerufen werden. Und schlussendlich könnte man ja auch Papa „Anton“ den einen oder anderen Blick gönnen – er hat bärentypisch mit dem Familienleben nichts am Hut und tummelt sich in gewohnter Weise auf seiner Außenanlage.
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- Notiz:
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Isabel Koch/M. Schenk
Nr.: 09/08




