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In Silber gezinnte rote Stadtmauer mit offenem blaubedachten Tor und aufgezogenem Fallgatter, hinter der Stadtmauer fünf ungleich große gezinnte rote Türme mit blauen Spitzdächern, darauf goldene Knäufe und Kreuze, die Stadtmauer ist belegt mit zwei Schilden: der vordere Schild ist gespalten, vorn in Silber am Spalt ein roter Adler, hinten neunmal von Schwarz und Gold geteilt, belegt mit einer grünen Raute; der hintere Schild zeigt in Silber eine schräg aufsteigende, gezinnte rote Mauer, auf deren Zinnen ein schwarzer Bär mit goldener Krone und Halsband aufsteigt.
Zur Geschichte des Zerbster Stadtwappens schrieb der damalige Museumsdirektor Herman Maenicke 1974:
Das uns bekannte Stadtwappen mit den fünf Türmen ist nicht das älteste. An einer Urkunde aus dem Jahre 1298 befindet sich ein älteres Stadtsiegel. Es zeigt den Turm einer romanischen Kirche mit drei Spitzen und anschließenden Querhäusern. Das Gebäude hat große Ähnlichkeit mit der Nikolaikirche vor ihrer Zerstörung. Zwei Rosen weisen wahrscheinlich auf die ersten Stadtherren hin, die Familie der Herren von Zerbst. Die Umschrift lautet: "Sigillum burgensium in Tserwist", Siegel der Bürger in Zerbst. Später erscheinen auf den Turmflächen zwei askanische Herrschaftswappen. Mit der städtischen Freiheit und Selbstverwaltung ging es also bergab. Der Stadtherr wurde Landesherr, so sehr sich die Zerbster Bürger auch dagegen auflehnten und wehrten.
Das heutige Stadtwappen wird etwa seit 1485 als Siegel gebraucht. Es zeigt ein mit Zinnen versehenes Stück Stadtmauer mit einem offenen Tor und dahinter fünf Türme. Fünf Stadttore besaß Zerbst von der Erbauung der noch erhaltenen Stadtmauer in den Jahren 1430/31 bis ins 19. Jahrhundert, als zwei von ihnen dem stärker gewordenen Verkehr weichen mussten. An der Mauer sind zwei Wappen der Askanier angebracht, die seit 1307 Stadtherren von Zerbst waren. Das linke zeigt die fünf schwarzen Balken im goldenen Feld der Grafen von Ballenstedt. Der halbe rote Adler auf silbernem Feld verkörpert seit 1215 die Ansprüche des fürstlichen Hauses Anhalt auf die Mark Brandenburg, während der später hinzugefügte grüne sächsische Rautenkranz die Ansprüche auf das Kurfürstentum Sachsen darstellt. In beiden Ländern hatten die Nachkommen Albrechts des Bären bis 1320 bzw. 1422 regiert. Auf der rechten Hälfte sehen wir einen schwarzen Bären mit goldener Krone und goldenem Halsband auf silbernem Felde. Er steigt von rechts nach links eine von fünf Zinnen gekrönte Mauer hinauf, deren Tor geschlossen ist.
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Bundesland: |
Sachsen-Anhalt |
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Landkreis |
Anhalt-Zerbst |
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Einwohner: |
16.311 (31.Dezember 2003) |
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Website: |
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