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Wickelbär
Potus Flavus
Foto von jupara.ch
Die Wickelbären sehen eigentlich gar nicht wie Bären aus. Mit ihrem langen Schwanz und dem affenartigen Kopf erinnern sie mehr an einen Affen oder an einen Marder. Dennoch gehören sie zu den Kleinbären; wie etwa der Waschbär oder der Nasenbär.
Der Wickelbär existiert in 14 Unterarten, welche sich in Schädel- und Zahnmerkmalen, Körpergröße und Fellfarbe unterscheiden.
Bei seiner Erstbeschreibung im Jahre 1774 durch Johann Christian von Schreber wurde er als Lemur flavus eingeordnet und in die Ordnung der Primaten gestellt. Heute gelten als seine nächsten Verwandten die Makibären.
Der Körper des Wickelbären ist etwa 50 cm lang und der Schwanz ist genauso lang. Dieser lange Schwanz hilft ihm sozusagen als fünfte Hand beim Klettern in den Bäumen. Das Gewicht des Kleinbären liegt etwa bei 3-5 kg. Der Wickelbär hat im Verhältnis zum Körper nur kurze Beine mit scharfen Krallen an den Füßen. Sein bräunliches Fell schimmert manchmal rötlich.
Die Heimat des Wickelbären ist Mittel- bzw. Südamerika. Dort lebt er in den tropischen Regenwäldern.
Wickelbären führen ein sehr verstecktes Leben, deshalb bekommt man sie nur selten zu Gesicht. Sie sind nachtaktiv und verbringen den Tag schlafend in den Baumkronen oder Baumhöhlen. Dabei rollen sie sich ein und legen die Vorderpfoten über ihre Augen. Wenn es dämmerig wird, werden die Wickelbären wach.
Die Wickelbären leben gerne in kleinen Gruppen zusammen und versammeln sich gern zum gemeinsamen Fressen.
Es sieht schon putzig aus, wenn die Tiere ihr Fressen auf dem Rücken liegend oder kopfüber im Baum hängend verzehren. Sie halten ihre Nahrung, die gern aus Feigen, Avocados, Mangos sowie Hülsenfrüchten und Nüssen bestehen darf, mit den Vorderpfoten und dem Maul fest.
Die Wickelbärweibchen bringen nach einer Tragzeit von etwa 4 Monaten meist ein oder manchmal auch zwei Junge zur Welt. Die Jungtiere wiegen nur etwa 200 g, sind fast blind und hilflos auf die Mutter angewiesen. Sie brauchen 4 Monate bis sie ein eigenständiges Leben führen können.
Der Wickelbär stand der Organisation Jupará als Namensgeber Pate. Jupará ist der lokale Name dieser Kleinbärenart, der in der Region zum Symbol für die Tier- und Pflanzenwelt geworden ist. Sie verbreiten auf ihren nächtlichen Streifzügen die Samen der Waldbäume und der Kakaopflanzen - und unterstützen damit die Erhaltung dieses einzigartigen Lebensraumes.
Wickelbären werden sowohl in Zoos als auch von Privatpersonen gehalten. Dabei fällt vor allem ihr friedliches Wesen auf, wodurch die Tiere schnell sehr zahm werden. In ihrer Heimat werden Wickelbären zum Teil wie Katzen gehalten und von vielen Indianerstämmen auch gegessen.
Siehe auch:
[ Nasenbär ] [ Waschbär ] [ Potus Flavus ] [ Kleinbären ]
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