Quick links: Springe zum Inhaltsbereich der Seite, Springe zur Seitennavigation, Springe zur Suche.

Wartungsarbeiten

Enzyklopädie



-- Werbung --


Waschbär


WaschbärInsgesamt gibt es 7 verschiedene Arten von Waschbären; am weitesten verbreitet ist die Unterart Nordamerikanischer Waschbär, der durch entkommende verwildert eingeführte Tiere auch in Europa und besonders in Deutschland heimisch wurde.

 

 

 

 

 

 

liegender WaschbärMittlerweile leben über 100.000 Exemplare wild in Deutschland. Die nachtaktiven, einzelgängerischen Waschbären werden aber nur selten gesehen; obwohl man ihre Anwesenheit vermuten kann, denn sie schlafen auch gerne in Autowracks und leerstehenden Gebäuden. Die Tiere sind sehr neugierig und da sie auch gerne in die Nähe des Menschen kommen, werden sie oft zahm. Manche werden sogar als Haustiere gehalten.

Waschbären suchen in flachen Gewässern nach ihrer Nahrung. Dabei tasten sie den Boden nach Würmern, Schnecken, Fischen und anderen Kleintieren ab, was den Anschein erweckt, sie würden ihre Nahrung waschen. Daher stammt auch ihr deutscher Name.

Ein ausgewachsener Waschbär bringt es auf eine Größe von 1m und kann 10 kg schwer werden.

Nach einer kurzen Tragzeit von 9 Wochen werden meist im April 2-4 Junge geworfen, die nur mausgroß und etwa 70 g leicht sind. Sie sind noch taub und blind, haben aber schon Haare.Zwei Monate lang werden sie von der Mutter betreut und gesäugt, doch dann müssen sie eigenständig auf Nahrungssuche gehen. Die Mutter zeigt ihnen nicht, was essbar ist und was nicht.

Waschbären sind farbenblind, haben aber einen ausgezeichneten Tast-und Orientierungssinn.

Die Arten:

  • Der (Nordamerikanische) Waschbär (Procyon lotor) ist der am weitesten verbreitete und am besten erforschte Vertreter der Gattung. Ursprünglich vom südlichen Kanada bis Panama verbreitet, ist er mittlerweile auch in Europa heimisch.
  • Der Krabbenwaschbär (Procyon cancrivorus) ist in Südamerika beheimatet. Noch stärker als der Nordamerikanische Waschbär ist er auf den Fang von Wassertieren, zum Beispiel Fische, Krebse und Frösche, spezialisiert und ist dazu auch ein guter Schwimmer und Taucher.
  • Der Tres-Marias-Waschbär (Procyon insularis) ist auf den Tres-Marias-Inseln vor der Westküste Mexikos endemisch.
  • Der Bahamas-Waschbär (Procyon maynardi) lebt nur auf der zu den Bahamas gehörenden Insel New Providence.
  • Der Guadeloupe-Waschbär (Procyon minor) ist auf der Antilleninsel Guadeloupe endemisch.
  • Der Cozumel-Waschbär (Procyon pygmaeus) lebt auf der Insel Cozumel vor der mexikanischen Halbinsel Yucatán.
  • Der Barbados-Waschbär (Procyon gloveralleni) kam auf der Karibikinsel Barbados vor. Das letzte Exemplar wurde 1964 gesichtet, die Art gilt als ausgestorben.

Die fünf letztgenannten Arten werden zusammen auch als Inselwaschbären bezeichnet. Es handelt sich um kleinwüchsige Formen, über deren Lebensweise kaum etwas bekannt ist. Alle vier überlebenden Arten werden aufgrund ihres kleinen Verbreitungsgebietes von der IUCN als bedroht (endangered) gelistet. Allerdings ist umstritten, ob es sich bei diesen tatsächlich um eigenständige Arten handelt, möglicherweise handelt es sich lediglich um von der indianischen Urbevölkerung eingeschleppte Vertreter des Nordamerikanischen Waschbären.

Mit dem irreführenden Namen "Sibirischer Waschbär" oder "Ussurischer Waschbär" wird manchmal der den Waschbären sehr ähnlich sehende Marderhund bezeichnet, der mit diesem allerdings nicht verwandt ist.

Siehe auch:
[ Procyon lotor ] [ Krabbenwaschbär ]






Zurück ]

Bärenlexikon

Copyright © baeren.pewro.de - (17162 Aufrufe)